Als Abschiedsgeschenk ein Backrezept

IMG 9430Wäre es wirklich schön, wenn man sich den idealen Realschüler backen könnte? Dieser Überlegung hing Realschuldirektor Dr. Hartmut Hopperdietzel kurz nach, als er fünf Klassen voller junger Menschen aus dem Schulleben verabschiedete. „Nein, Ihr habt alles, was es braucht für ein gelingendes Leben“, war schließlich sein Ergebnis – für die Schüler gab es aber als Abschiedsgeschenk ein Backrezept mit den Zutaten im Glas.

Hopperdietzel dankte seinen Schülern für ihr Engagement, mit dem sie alle Angebote wahrnahmen, für die Offenheit für Lernstoff wie auch alternative Angebote, die Ruhe und Rückbindung im Glauben vermitteln wollten. Dieses Innehalten sei wichtig, angesichts des schnellen Wandels in Technik und Gesellschaft. So erlebten die Schüler selbst den Wandel von der grünen Tafel hin zu Smartboards in allen Klassenzimmern.

119 Schüler entließ die Dr. Auguste-Kirchner-Realschule ins Leben. Wohin der künftige Weg führt, zeigte die Präsentation während der Zeugnisübergabe. Die unterschiedlichsten Berufe waren dabei, aber auch zahlreiche Wechsel auf das Gymnasium oder die Fachoberschule. „Heute haben Sie es schwarz auf weiß, dass sich das Lernen gelohnt hat“, erklärte stellvertretender Landrat Oskar Ebert. Er wünschte viel Erfolg für den künftigen Lebensweg, wünschte sich aber auch: „Bringt euch ein, engagiert euch in der Gesellschaft, denn nur wer mitmacht, kann gewinnen. Seid wachsam und kritisch, denn nicht alles, was euch angeboten wird, ist auch gut für euch.“ Der Landkreis Haßberge sei bemüht, für die Schüler die optimalen Voraussetzungen zu schaffen. Deshalb hätten die aktuellen Schulabgänger mit den Sanierungsarbeiten am Schulzentrum leben müssen.

Viele gute Wünsche hatte auch die Elternbeiratsvorsitzende Melanie Geuppert mit dabei, vor allem Mut und Zeit zum Lachen. Einen heiteren Dank an Lehrer und Eltern stattete Schülersprecher Frederik Kirchner ab. „Liebe Lehrer, Sie müssen uns auch verstehen. Es war nicht immer leicht für uns“, erklärte er augenzwinkernd. Sehr persönlich verabschiedete sich jede Klasse von ihren Lehrkräften. Dabei wurde deutlich, wie eng die Beziehungen sind, wenn eine Lehrkraft eine Klasse fünf Jahre lang begleitet.

Dr. Hopperdietzel und seine beiden Stellvertreterinnen Christine Gehringer und Christine Rottmann übergaben die Abschlusszeugnisse an die Klassen und baten zum Abschluss für besondere Leistungen nochmals auf die Bühne. Den Preis des Elternbeirates erhielten als Klassenbeste Daniel Schwab in der 10a, Melanie Pietsch in der 10b, Stefan Geier in der 10c, Giannina von Marklowski in der 10d. In der 10e gab es gleich zwei Klassenbeste, und mit 1,18 im Notendurchschnitt wurden Anna Jensch und Johanna Raßmann auch Schulbeste und erhielten den Geldpreis des Fördervereins. Der Preis der Firma Uponor für die beste Leistung im mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig ging an Florian Appel; den Preis der Sparkasse Ostunterfranken für die beste Leistung im Fach Betriebswirtschaftslehre-Rechnungswesen erhielt Melina Rettner. Die beste Abschlussprüfung in Französisch legte Johanna Raßmann ab, sie erhielt den Preis der Firma Hofmanns Pfiffikus, und die beste Leistung im Fach Werken von Luisa Reugels wurde von der Goldschmiede Buhlheller ausgezeichnet. Besondere soziale Leistungen honoriert die Raiffeisen-Volksbank, der Preis ging an Fabian Handwerker. Euronics Schlegelmilch würdigte die sportlichen Leistungen von Yasemin Diy, Weltmeisterin im Gong-Fu. Vielfältig engagierte sich Frederik Kirchner als Schülersprecher und im Schulforum. Dafür bekam er den Preis der Firma IT Service Thomas Grimm.

 IMG 9283  IMG 9394
IMG 9334 IMG 9422
 IMG 9429  IMG 9425
 IMG 9449

 IMG 9476

Textquelle: www.hassfurter-tagblatt.de

 

 
Zum Seitenanfang