Skikurs der Klassen 7b und 7c

„Aufi aufn Berg und obi mit de Schi, eini in die Hüttn und Hände in die Höh!“

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Am Samstag, den 07.03.2020, verließ um Punkt 5:00 Uhr am Morgen ein Reisebus den Schulparkplatz, um 47 Siebtklässler und 5 Lehrkräfte nach Gosau zu chauffieren. Nach einer Begrüßung und der Ansage „Es ist noch Nacht. Ich (Frau Männer) sage, wenn der Tag beginnt.“ J blieb es zunächst ruhig im Bus, sodass der fehlende Schlaf zumindest etwas nachgeholt werden konnte. Dann erlaubten sich die Lehrkräfte gleich mal einen kleinen Spaß, indem sie ziemlich überzeugend verlauten ließen, dass alle Zimmer ausgewürfelt werden. Da auf die Schnelle keine Würfel auffindbar waren, flog der Schwindel jedoch recht flott auf. Nach etwa 6,5 Stunden Fahrtzeit erreichte der Bus schließlich die Unterkunft – das Haus der Kreuzschwestern. Sobald alles ausgeladen und alle gestärkt waren, ging`s zu einem flachen Hang im sogenannten „Brumsiland“, um erste Versuche auf den Skiern zu wagen. Ski anschnallen, abschnallen, sich fallen lassen, wieder aufstehen, den Partner anschieben, usw. - all das machte schlapp und hungrig. Also ging es nach circa zwei Stunden zurück in die Unterkunft, wo gemeinsam zu Abend gegessen wurde und die Pistenregeln mittels Pantomime durch die Schüler vorgestellt wurden.

 

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„Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen Sonnenschein“, so schallte es am Sonntagfrüh aus dem Lautsprecher. Dann ging alles zack-zarapp: aufstehen, frühstücken, Zimmer aufräumen, Skiausrüstung anlegen und ordentlich in einer Zweierreihe aufstellen, um zügig in den Skibus zu gelangen. Im „Zwiesiland“ angekommen, übten alle Anfänger an mehreren Stationen das Förderbandfahren, Bremsen und Kurvenfahren. Derweil erprobte Herr Krumpholz mit den fortgeschrittenen Fahrern bereits andere Pisten. Ein Mittagessen in 1500 m Höhe bei herrlichstem Sonnenschein machte alle wieder munter, sodass eine Gruppe, bestehend aus sportlichen Anfängern, am Nachmittag bereits ihre erste blaue Piste bestreiten konnte. So neigte sich der Tag langsam dem Ende. Aber Stopp! Während sich am Abend die meisten mit Brett- und Kartenspielen vergnügten, machten andere noch Bekanntschaften mit vermeintlichen Geistern des Hauses J… .

Montagmorgen, 7:30 Uhr, erste Stimmen waren im Gang vernehmbar und die Weckmusik wurde als nicht mehr ganz so schrecklich empfunden wie noch am Tag zuvor. Ankunft im „Brumsiland“. Übungshänge im Tal und auf`m Berg oder doch die Rußbach-Abfahrt bezwingen? Nach ein paar Schwüngen und Bremsversuchen zeigte sich, wer die schon etwas steilere Abfahrt Richtung Rußbach bestreiten konnte. Während Frau Männers und Herrn Stettlers Gruppen das Tellerlift- und Kurvenfahren an flacheren Hängen meisterten, bewiesen Herrn Zellers und Frau Schwanfelders Gruppen beim Befahren der zum Teil roten Pisten neben Sportlichkeit auch Hilfsbereitschaft sowie Rücksichtnahme. So verliefen sowohl die Abfahrten vor und nach dem Mittagessen in der Moosalm für alle unfallfrei. Gesättigt und frisch geduscht lehrte ein Film am Abend die verschiedenen Kategorien des alpinen Skifahrens. Im Anschluss daran wurden gegen 21:30 Uhr alle Lichter gelöscht und Äugelein geschlossen.

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Dienstag, der Tag zum Erholen und Kräftetanken. Heute stand nur ein halber Skitag an! Also rein in die Schuh und rauf auf`n Berg. „Puh, hier windet es aber ganz schön arg!“ Die Sonne hatte sich leider versteckt! Jacken richtig schließen und los geht`s! Nach einem kleinen Unfall auf der „blauen 9“ traf schließlich ein Großteil in der Sonnenalm ein, um wieder einmal leckere Schnitzel, Germknödel sowie Spaghetti zu verzehren. Dann ging es zum Chillen zurück in die Unterkunft. Dabei durfte „Wellness“ natürlich nicht zu kurz kommen. So wurden Masken aufgetragen, Haare gegenseitig geflochten und gemeinsam entspannt. Am späten Nachmittag war es schließlich so weit: Eine Sport-Ex stand auf dem Plan. Wie steigt man in den Sessellift ein? Wie groß muss der Abstand zu einer Pistenraupe sein? – Alles kein Problem, schließlich waren die Prüflinge perfekt vorbereitet. Nach dem Abendessen hieß es noch, schick machen, warme Schuhe, Jacke anziehen, Fackeln in die Hand nehmen und ab zum Feiern in die Hütte. Regen, na und, wir werden auch wieder trocken! „Aufi aufn Berg und obi mit de Schi, eini in die Hüttn und Hände in die Höh!“, plötzlich waren die Tische von tanzwütigen Lehrern und Schülern belegt. Köpfe glühten, Muskeln brannten – all das hielt die Partymäuse nicht davon ab, bis zum Ende durchzufeiern.

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Ah, schon der letzte Tag! Ein letztes Mal in die Skistiefel quälen, ein letztes Mal Ski und Stöcke aus dem Keller räumen und ein letztes Mal die Pisten unsicher machen. Trotz brennender Oberschenkel und drückender Blasen machte sich Wehmut breit, als die letzten Abfahrten gemeistert wurden. Jeder gab noch einmal sein Bestes und zeigte den anderen, was er gelernt hatte. Und schließlich hieß es: „Tschüss Piste!“ Das Skifahren war somit beendet, der Skikurs jedoch noch nicht! Wer kann besser malen? Wer kennt sich mit den aktuellen Musikhits am besten aus? Wer ist fitter beim Fußballzocken? - Bei „Schlag den Lehrer“ forderten die Schüler mit selbstausgedachten Spielen ihre Lehrer heraus, besiegten sie jedoch nicht ganz. Abgeschlossen wurde der bunte Abend mit Ehrungen und einer Bilderpräsentation, welche starken Applaus und Jubel ernteten.

Abschließende Aussagen wie „Können wir wieder umdrehen und nochmal zum Skifahren?“ machten deutlich, dass der Skikurs durchweg gelungen war und jedem noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Helen Schwanfelder

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