Berufsorientierungs-Speeddating in der Diskothek „Kaiser“ in Unterpreppach

Den vier 9. Klassen der akr (103 Schüler) wurde eine gemeinsame Teilnahme ermöglicht und ein kostenfreier Bustransfer organisiert. Eine große organisatorische Aufgabe war, dass sich die Schülerinnen und Schüler jeweils vier verschiedene Unternehmen für die Speeddating-Partien aussuchen. Da die Schülerzahl (103) die Zahl der Unternehmen und Betriebe (51) aus dem Landkreis Haßberge übersteigt, waren für jedes Unternehmen mindestens zwei Schüler pro Speeddating-Runde einzutragen. Die Aufteilung der Partien durften die Schülerinnen und Schüler soweit möglich, zunächst selbst untereinander regeln. Die betreuenden Lehrkräfte, Herr Reß und Herr Valentin, mussten dabei koordinierend mitwirken, da sonst eine halbwegs gleichmäßige Verteilung nicht zustande gekommen wäre. Die Aufteilung der Speeddating-Runden wurde rechtzeitig vor der Veranstaltung an die Bildungsregion zu übermitteln.
Am Veranstaltungstag im „Kaiser“ ankommen, erhielt jeder Jugendliche ein kleines Paket mit den wichtigsten Unterlagen (u.a. Notizzettel, Namensschild, Feedbackkarte). Dort standen verschiedene Räume für das Speeddating zur Verfügung. Alle Plätze waren mindestens mit einem Stehtisch und Barhockern ausgestattet. Jeder Betrieb empfing dort die jugendlichen Speeddating-Partner, d.h. es wechselten jeweils die Schüler/-innen die Plätze. Es war auch für ausreichend Verpflegung gesorgt. Nach einer kurzen Begrüßung und Einweisung durch das Organisationsteam fanden nacheinander vier Speeddating-Runden statt. Jede Runde dauert 8 Minuten. Danach hatten die Schülerinnen und Schüler 7 Minuten Zeit zum nächsten Unternehmen zu wechseln. Im Anschluss folgte eine Ausbildungsmesse für die SuS, um sich bei allen anwesenden Unternehmen über die Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Es freute uns sehr, dass diverse Branchen vertreten waren, und so die Vielfalt des Wirtschaftsraums Landkreis Haßberge präsentiert werden konnte. Die Offenheit für neue Kontakte und Berufsbilder wurde gefördert. Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben, konnten auch gerne freiwillig eine Bewerbung mitbringen. Für den Fall, dass sie im Speeddating ein passendes Unternehmen kennenlernten, konnten sie die Bewerbung direkt abgeben. Es war sinnvoll, dass sich die Schüler/-innen zu den einzelnen Gesprächen mit den Unternehmen kurze Notizen machten, um im Nachhinein die gesammelten Informationen auch richtig zu- und einordnen zu können.

Was genau war die Aufgabe der Schüler/-innen im Speeddating? Ihre Aufgabe während der Speeddating-Partien war es, sich pro Runde jeweils einem Unternehmen zu präsentieren und dieses kennenzulernen. Dazu hatten sie nur wenige Minuten Zeit und sich ja auch die Unternehmen vorstellen wollten. Die Jugendlichen sollten sich im Idealfall im Vorhinein überlegen, welche Informationen sie unbedingt von den Unternehmen in Erfahrung bringen möchten.
Wie konnten die Jugendlichen Informationen zu Betrieben erhalten, die sie nicht im Speeddating treffen? Im Anschluss an die Speeddating-Runden hatten die Schüler/-innen nochmals ein paar Minuten Zeit, sich mit allen Unternehmen auszutauschen und je nach Interesse Informationen einzuholen. Darüber hinaus wurden alle teilnehmenden Betriebe auf dem Instagram-Kanal @jobentdecker_has vorgestellt und auch direkt von der Veranstaltung berichtet und gepostet. Dazu wurden während der Speeddating-Veranstaltung Foto- und Videoaufnahmen erstellen. Weiterhin war auch in der Lokalpresse vor Ort und berichtete über die Veranstaltung. Außerdem finden die SuS auf der Plattform HASconnected offene Praktikums- und Ausbildungsstellen sowie Jobs regionaler Unternehmen. Die Veranstaltung ist Bestandteil des Regionalmanagement-Projekts „Zukunftsperspektive Traumjob“ und wird durch Fördermittel des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unterstützt. Die Projektträgerschaft und Co-Finanzierung übernimmt der Landkreis Haßberge. Ein großer organisatorischer Aufwand für Frau Sonja Gerstenkorn und Herrn Jens Weinkauf vom Landratsamt Abteilung Bildungsregion und Regionalmanagement und für die betreuenden Lehrkräfte, der sich aber in jeglicher Hinsicht vollkommen gelohnt hat.
Wir bedanken uns sehr herzlich für das hervorragende und gelungene Projekt und hoffen auf eine ähnliche Veranstaltung im Schuljahr 2025/26.
Bernd Reß