White Horse Theatre zum Nachdenken und Wachrütteln

Kurz vor Weihnachten durften unsere 9. Klassen zusammen mit Schülern des Gymnasiums das englischsprachige Stück „Sticks and Stones“ sehen. Anders als für unsere jüngeren Schüler sind die Darbietungen für „die Großen“ jedoch nicht hauptsächlich zur Unterhaltung gedacht, sondern haben auch jeweils eine deutliche Message: In diesem Fall geht es um ein heutzutage leider oft viel zu alltägliches Thema – es geht um Mobbing!

Ernst, bewegend, aufrüttelnd – Die Frage, was passiert, wenn Ausgrenzung, Gewalt und digitale Angriffe zum Alltag werden, stellt sich dem Publikum. Ein schonungsloser Blick wird mit "Sticks and Stones" auf das Thema Mobbing geworfen und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet: aus der Sicht der Opfer, der Täter … und auch aus Sicht derjenigen, die einfach nur zuschauen. An zwei Beispielen wird diese deutlich gezeigt: Tony traut sich nicht mehr in die Schule, weil eine Gruppe Jungen ihn verprügeln will. Ruth wird online fertiggemacht und dadurch gerät ihr Leben zu einem Albtraum. Das Stück stellt nicht nur die Opfer und Täter vor, sondern richtet den Blick ganz besonders auf die Beobachter - jene, die wegsehen oder schweigen.

Und am Ende wird allen Schülern klar, dass aber eigentlich in genau jenen Personen die größte Hoffnung liegt: Denn nur wer hinsieht, der kann auch etwas verändern! Ein klarer Appell an die Zivilcourage, das Mitgefühl und die Verantwortung ALLER, der von Seiten unserer Schüler noch lang anhaltende Zustimmung und ein Gefühl von „Mobbing? Mit uns nicht!“ hinterlässt.
Christina Kaufner